Geschichte des Kreisverbandes

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) wurde 1888 von fünf Zimmerleuten gegründet, die es sich zur Aufgabe machten, ihresgleichen und andere Arbeiter in „Erster Hilfe“ auszubilden, um bei den damaligen zahlreichen Arbeitsunfällen sofort Hilfe leisten zu können.

Heute kaum mehr vorstellbar: der Transport von Kranken mit dem Fahrrad.
Foto: ASB LG

Wie alles begann

Aus diesen kleinen Anfängen der "Erste-Hilfe-Ausbildung" heraus entwickelte sich bis heute eine renommierte Hilfsorganisation mit vielfältigen Aufgaben im sozialen Bereich. Heute gehört der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland mit seinen 16 Landesverbänden und seinen bundesweit 262 Regional-, Orts- und Kreisverbänden zur zweitgrößten Hilfsorganisation in Deutschland.

Nachfolgend "erzählen" wir die Geschichte des ASB-Kreisverbandes Lüneburg in chronologischer  Reihenfolge. So erhalten Sie einen kleinen Einblick in die Historie Ihrer Hilfsorganisation vor Ort, die Ihnen ein vielfältiges Diensleistungsangebot im sozialen Bereich bietet.

1923

Die ASB-Kolonne Lüneburg wird gegründet.

1933

Zum 1. September wird der ASB vom Reichsinnenminister durch das Ermächtigungsgesetz wieder aufgelöst.

1952

Am 23. August wird die ASB-Kolonne Lüneburg mit ca. 25 Samaritern neu gegründet. Vorsitzender wird Walter Bruns.

1962

Es ist die Zeit des Umbruchs. Die Kolonne Lüneburg bekommt den ersten, lang ersehnten, gebrauchten Krankentransportwagen (KTW). Das Fahrzeug wird just an dem Tag geliefert, als an der Küste Katastrophenalarm ausgelöst wird und die "Große Flut" auch Hamburg erreicht. Unter der Obhut des damaligen technischen Leiters, Harri Kreft, wird das Fahrzeug sofort mit verfügbaren Sanitätern besetzt und kommt in Hamburg bei der Rettung von Flutopfern zum Einsatz.

1968

Die erste große Katastrophenschutzübung gemeinsam mit der Feuerwehr und dem THW findet statt.

1975

"Auf der Hude" wird die erste hauptamtliche Rettungswache des ASB Lüneburg in Betrieb genommen und somit der erste kommerzielle Krankentransport und Rettungsdienst etabliert.

1977

In Bleckede wird als neuer Standort des ASB Lüneburg eine weitere Rettungswache eröffnet.

1980

Der ASB Lüneburg bezieht seinen neuen Hauptsitz im Moldenweg 10+12.

Die Rettungswache Bleckede wird nach Neetze verlegt, und in Amelinghausen wird eine weitere Rettungswache in Betrieb genommen.

Mit Rolf Kliemann bekommt der ASB Lüneburg den ersten hauptamtlichen Geschäftsführer.

1983

Die Einrichtung einer gemeinsamen Einsatzleitstelle auf der Feuerwache wird mit der Stadt Lüneburg vertraglich geregelt.

Die Rettungswache in Neetze stellt den Betrieb ein.

1990

Die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) des ASB Lüneburg wird ins Leben gerufen und schließt ab sofort die Lücke zwischen Rettungsdienst und Katastrophenschutz.

1992

Als zusätzliches Standbein werden die ambulanten Dienste in das Angebotsspektrum des ASB Lüneburg aufgenommen.

Mit Inkrafttreten des Niedersächsischen Rettungsdienstgesetzes wird der Landkreis Lüneburg zum Träger des Rettungsdienstes. Der ASB und das DRK werden gemeinsam mit der Sicherstellung des Rettungs- und Krankentransportdienstes beauftragt.

1994

In Lüneburg wird das sogenannte "Rendezvous-System" eingeführt, bei dem ein Rettungswagen (RTW) und der Notarzt in einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) den Notfallort getrennt anfahren. Dieses System ersetzt die bis dahin eingesetzten Notarztwagen (NAW).

Die ASB-Rettungswache in Amelinghausen zieht nach Drögennindorf um.

1996

Der ASB Lüneburg kauft das Gebäude am Moldenweg 14 und baut es zu einem Verwaltungsgebäude um.

In den nächsten Jahren wird das neue Verwaltungsgebäude durch erhebliche Angebotsausweitungen aber schnell zu klein. Deshalb reißt der ASB Lüneburg das alte Gebäude am Moldenweg 10+12 ab und baut ein neues, modernes Gebäude für Verwaltung und Rettungsdienst.

2000

Die Verwaltung und der Rettungsdienst des ASB Lüneburg beziehen das neue Gebäude am Moldenweg 10+12.

Zeitgleich wird die Tagespflege des ASB Lüneburg als erste Einrichtung Lüneburgs nach diesem Konzept in der zweiten Etage der ASB-Geschäftsstelle am Moldenweg 10+12 in Betrieb genommen.

2002

In Neuhaus wird eine zusätzliche Rettungswache eröffnet, welche ab sofort gemeinsam vom ASB Lüneburg und dem DRK besetzt wird.

100 ehrenamtliche Helfer/-innen der Schnellen-Einsatz-Gruppe des ASB Lüneburg gehen in den Großeinsatz bei der Flutkatastrophe an der Elbe.

2006

Während der gesamten Fußball-WM sind ständig 100 ehrenamtliche Helfer/-innen des ASB Lüneburg bei verschiedenen WM-Veranstaltungen sowie im Stadion in Hannover regional und überregional im Einsatz.

Bei der zweiten Flutkatastrophe an der Elbe sind erneut 100 ehrenamtlichen Helfer/-innen des ASB Lüneburg tatkräftig im Einsatz.

2006/2007

Das Haus am Moldenweg 14 wird zum Projekt "Wohnen mit Service" umgebaut und erweitert.

2008

Eröffnung einer zusätzlichen Rettungswache in Bockelkathen, die ebenfalls gemeinsam mit dem DRK betrieben wird.

2009

Eröffnung einer zusätzlichen NEF-Wache in Ellringen. Um eine schnellere Versorgung im Landkreis Lüneburg zu gewährleisten, wird in Ellringen ein zweites Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) stationiert, welches im Wechsel von ASB und DRK besetzt wird.

Die Rettungswache Neuhaus wird aus logistischen Gründen nach Zeetze verlegt.

2009/2010

Erwerb der Immobilie "Moldenweg 16"; Umbau und Sanierung des Gebäudes, welches als Geschäts- und Wohnhaus genutzt wird. Es entstehen drei weitere Wohneinheiten des "Wohnen mit Service" und neue zusätzliche Räume für die Tagespflege, die damit auf insgesamt 25 Plätze aufgestockt wird.

Das gesammte Equipment des Katastrophenschutzes wird zentral an den Moldenweg verlegt, was erhebliche logistische Vorteile bringt.

2012

Die zweite NEF-Wache wird aus logistischen Gründen von Ellringen nach Neetze verlegt.

Hansetag in Lüneburg. Der ASB übernimmt gemeinsam mit dem DRK die komplette sanitätsdienstliche Betreuung für mehrere hunderttausend Gäste. Hierfür waren wieder hunderte ehrenamtliche Helfer rund um die Uhr im Einsatz.

2013

Bei der dritten Flutkathastrophe entlang der Elbe sind über 100 ehrenamtliche HelferInnen vom ASB Lüneburg im Einsatz.

2013

Der ASB Lüneburg feiert sein 90-jähriges Jubiläum am 22. Juni 2013 mit einem großen "Tag der offenen Tür" am Moldenweg.

2014

Die Schnell-Einsatz-Gruppe des ASB Lüneburg ist neben anderen Einsätzen bereits zum 7. Mal in diesem Jahr alamiert worden, da bei Bombenentschärfungen rund um den Lüneburger Bahnhof Menschen evakuiert und betreut werden müssen. Beim letzten Einsatz waren es 12.000 Menschen, die ihre Häuser verlassen mussten. Der ASB leitete bei diesem Einsatz mit seinem Organisatorischen Einsatzleiter Rettungsdienst die große Evakuierung.

2015

Der Kreisverband ist aktiv in die Flüchtlingshilfe eingebunden. Die Samariter/-innen aus Lüneburg bauen mehrere Notunterkünfte in ganz Niedersachsen auf und betreiben selbst zwei Unterkünfte.