Projekt RISK-M

Vorstellung der Forschungsergebnisse zum Thema Hochwasser und Risikomanagement

Mitte November lud der ASB Kreisverband Lüneburg, gemeinsam mit der Fachhochschule Bielefeld zur Abschlussveranstaltung des Projektes RISK-M ein. RISK-M steht für soziale Mobilisierung zur Optimierung eines Risikomanagement bei extremen Hochwasserereignissen. Zu diesem Thema hatten der Kreisverband und die Fachhochschule drei Jahre geforscht.

In der Feuerwehrtechnischen Zentrale Scharnebeck versammelten sich rund 50 Fachpersonen aus den Bereichen Katastrophenschutz und Verwaltung und blickten gespannt auf die Forschungsergebnisse. Rund 50 Seiten Informationsmaterial, Checklisten und Handhabungen umfassen die Arbeitsergebnisse, die Prof. Dr. Michael Stricker, Prof. Dr. Wolfgang Beelmann und Timon Heuser von der Fachhochschule vorstellten.  Kreisgeschäftsführer Harald Kreft berichtete über den anwendungsorientierten Forschungsansatz, für den der Kreisverband verantwortlich war. Geforscht wurde auch in Magdeburg und Leipzig.

Stimmungsbilder von Helfern und aus Bevölkerung

Wenn viele helfende Hände vor Ort sind, müssen die Helferströme gelenkt werden. Dies kann durch soziale Netzwerke oder feste Ansprechpartner geschehen. Ohne die Unterstützung aus der Bevölkerung und freiwilliger Helfer wären mache Katastrophen wahrscheinlich länger andauernd und weitaus anstrengender. Wie erreicht man aber die Bevölkerung in ruhigen Zeiten, abseits einer Katastrophe und sensibilisiert dafür?

Hierzu wurden von der Fachhochschule und dem ASB Bürgerbefragungen in Orten durchgeführt, die möglicherweise von einem Hochwasser betroffen sein könnten oder bereits ein Hochwasser erlebt haben. Mit professionellen Helfern aus dem Bereich Katastrophenschutz wurden außerdem Computerspiele gespielt. Alle Informationen wurden zusammengetragen und ausgewertet.

Es wurde ebenso beleuchtet, wie die Informationsweitergabe und Notfallpläne zugänglich sind, wenn kein Hochwasser bevorsteht.  Dies wurde überraschenderweise von den Bürgern und Professionellen als positiv beschrieben. Im Vorfeld wurde angenommen, dass kein Interesse am aktiven Hochwasserschutz besteht, solange dies nicht unmittelbar bevorsteht.

Hochwasser sollte immer Thema sein

Es wurde aber auch deutlich, dass abseits eines Hochwassers die Bevölkerung zwar informiert, aber weniger sensibilisiert ist für dieses Thema.  Dies sollte unter anderem Aufgabe der Hilfsorganisationen vor Ort sein. Brisanz, Gefahren, Schutzmaßnahmen und Unterstützungsmöglichkeiten sollten regelmäßig in den Sinn gerufen werden. Als Idee hierfür wurden beispielsweise Schulungen und Workshops in Kindertagesstätten und Schulen durchzuführen.

die Brisanz, die Gefahren und Schutzmaßnahmen immer wieder auf die Tagesordnung zu holen. Dies könnte beispielsweise durch Schulungen und Workshops in Kindertagesstätten und Schulen in gefährdeten Gebieten.

Am Ende der Präsentation wurden weitere Ideen und Anregungen in Fachgesprächen diskutiert. Einig waren sich die Akteure in dem Punkt, dass es auch ohne eine Hochwasserkatastrophe eine Menge zu leisten gilt.

Mehr zum Thema Hochwasserschutz und dem Projekt erfahren Sie unter:
 www.risk-m.de

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Erfahren Sie mehr.