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Starke Bilanz und klare Perspektiven

Mitgliederversammlung beim ASB Lüneburg

Im Rahmen der diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung hat der ASB-Kreisverband Lüneburg eine durchweg positive Bilanz der vergangenen Jahre gezogen – und zugleich wichtige strategische Weichen für die Zukunft gestellt. Neben turnusmäßigen Wahlen standen Berichte zur Entwicklung des Verbandes, Grußworte aus Politik und Verwaltung sowie zahlreiche Ehrungen langjährig engagierter Mitglieder im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Hohe Anerkennung für verlässliche Arbeit

In ihren Grußworten würdigten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung insbesondere die hohe Einsatzbereitschaft des Verbandes im Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz. Hervorgehoben wurde das verlässliche Engagement des ASB in Krisenzeiten – von der Corona-Pandemie über den Betrieb von Test- und Impfzentren bis hin zur Flüchtlingshilfe. Der ASB sei ein unverzichtbarer Partner für die Region und ein stabiler Pfeiler der Daseinsvorsorge im Landkreis Lüneburg.

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Operative Stärke in herausfordernden Zeiten

Die Vorsitzende Andrea Schröder-Ehlers betonte in ihrem Bericht die strategische Skalierungsfähigkeit des Verbandes während der Pandemie. Rund 200 zusätzliche Mitarbeitende und Ehrenamtliche unterstützten zeitweise parallel den Betrieb von Test- und Impfzentren sowie Flüchtlingsunterkünften.

Trotz dieser enormen Zusatzbelastungen blieb der Regelbetrieb jederzeit gesichert:
Mit sechs Rettungswagen, vier Krankentransportwagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug rückt der Kreisverband jährlich rund 20.000 Mal aus. Auch die ambulante Pflege, die Tagespflege und die Breitenausbildung liefen kontinuierlich weiter. Über 140 Ehrenamtliche engagieren sich zudem im Bevölkerungsschutz.

Projekte wie der Wünschewagen, die Rettungshundestaffel sowie Besuchs- und Vorleseangebote stehen beispielhaft für das breite soziale Engagement des Verbandes.

Ehrungen für jahrzehntelange Treue

Ein besonders bewegender Moment der Versammlung war das Gedenken an verstorbene Mitglieder sowie die Auszeichnung zahlreicher Samariterinnen und Samariter für ihre langjährige Verbundenheit.

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Geehrt wurden Mitglieder für 20, 30, 35, 40 und sogar 42 Jahre Zugehörigkeit. Diese außergewöhnliche Kontinuität verdeutlicht, wie stark der Verband durch ehrenamtliches Engagement getragen wird.

Eine besondere Würdigung erhielt zudem Frau Dr. med. Petersen: Ihr wurde das Samariter-Ehrenkreuz in Silber verliehen – für ihre langjährige Vorstandsarbeit seit 2006, ihren maßgeblichen Beitrag zum Aufbau der Auslandshilfe in Gambia, ihren Einsatz als Ärztin in der Medizinischen Task Force sowie ihre Führungsrolle während der Corona-Pandemie.

Im Zuge der turnusmäßigen Wahlen wurde außerdem bekanntgegeben, dass Carmen Schreiber aus dem Vorstand ausgeschieden ist. Der Verband dankte ihr ausdrücklich für ihr langjähriges Engagement und ihre geleistete Vorstandsarbeit.

Globale Verantwortung: Hilfe zur Selbsthilfe in Gambia

Ein besonderer Schwerpunkt bleibt die Auslandshilfe. In Gambia unterstützt der Kreisverband den Betrieb einer Klinik und fördert mit Projekten wie FACE und JUMP gezielt die Bekämpfung von Fluchtursachen. Ziel ist nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe durch medizinischen Wissenstransfer, strukturelle Unterstützung und langfristige Perspektiven für die Menschen vor Ort.

Damit verbindet der ASB-Kreisverband Lüneburg regionale Verantwortung mit internationaler Solidarität.

Solide Finanzen und nachhaltige Investitionen

Auch wirtschaftlich steht der Verband auf stabilen Füßen. Die Finanzlage wurde als geordnet und solide beschrieben. Große Investitionen – darunter der Neubau in Lüdersburg mit geplanter Fertigstellung im März 2025 sowie Erweiterungen in Drögennindorf – konnten nahezu vollständig aus Eigenmitteln finanziert werden. Bis auf ein kleines Restdarlehen ist der Kreisverband schuldenfrei.

Wahlen und Ausblick

Im zweiten Teil der Versammlung standen die Entlastung des Vorstandes sowie die turnusmäßigen Wahlen des Vorstandes, der Kontrollkommission und der Delegierten zur Landeskonferenz im Juni 2026 in Hannover auf dem Programm. Zudem wurde die Jugendleitung bestätigt.

Mit der Weiterentwicklung des Schulsanitätsdienstes, der Stärkung der ASJ sowie kontinuierlichen Investitionen in Ehrenamt und Infrastruktur sieht sich der ASB-Kreisverband gut gerüstet für kommende Herausforderungen.

Fazit

Die Mitgliederversammlung machte deutlich: Der ASB-Kreisverband Lüneburg ist organisatorisch stabil, finanziell solide und gesellschaftlich tief verwurzelt. Vom Rettungsdienst über Pflegeangebote bis hin zur Klinik in Gambia verbindet der Verband Professionalität, Menschlichkeit und ein starkes Ehrenamt.

Ein Verband, der Verantwortung übernimmt – hier vor Ort und weltweit.